La Taperia: Empanada und Empanadillas

 

 

Die Empanada ist eine galicische Pastete, die in Spanien wohl eine jahrhundertealte Tradition hat. Sie kann kalt und warm gegessen werden und hat bereits so manchem Jakobspilger und Seefahrer als Reiseproviant gedient.
Gefüllt wird sie mit allem, was man sich vorstellen kann und gerade im Haus hat.

In die Tapasküche hat die Empanada in Form von einer kleinen Teigtasche Einzug gehalten und wird daher auch verkleinert Empanadilla genannt.

Und nach diesen kleinen Kerlchen bin ich ich neuerdings absolut süchtig.
Ich bin schon lange ein großer Fan von kleinen Teigtäschchen jeglicher Art, aber Empanadillas sind meine neuen Lieblinge. Daher widme ich diesen nun einen eigenen Artikel.
Teigtäschchen verbinden einfach alles, was ich schätze:

  •  Kreation: man kann der Fantasie freien Lauf lassen und immer wieder neue Variationen erfinden
  •  Zutaten: alles, was die Resteküche hergibt kann man in schmackhafte Empandillas verwandeln
  •  Teig kneten: so ein Teig braucht Zuneigung und vollste Aufmerksamkeit, der Einsatz von Muskelkraft und   höchster  Konzentration ist hier gefragt
  • die Füllung :das meditative ausstechen, ausrollen, befüllen , das Gefühl von frischer, warmer Füllung und Teig zwischen den Fingern (ja ich matsche einfach gern)
  •  der Genuss: hauchdünner, knuspriger Teig mit fruchtig pikanter Füllung

und wenn man mehrere verschiedene anbietet: die Überraschung, welches Geschmackserlebnis in diesem kleinen Paket drin steckt (besonders auch, wenn man sie in der Tiefkühltruhe mal wieder durcheinander geworfen und nicht beschriftet hat).

Bin ich auch sonst ein Fan der simplen, schnellen Partyküche, so finde ich hier den Aufwand ausnahmsweise gerechtfertigt. Vor allem, weil man sie so gut vorbereiten kann. Portionsweise einfrieren, nur den Teig einfrieren, sie ein paar Stunden im Kühlschrank lassen, kalt und warm servieren, alles geht.
Wer weniger Arbeit haben möchte, kann jede Füllung auch für fertigen Blätterteig nehmen.

Soll es etwas schneller gehen, bietet sich auch die oben beschriebene Empanada an. Diese ist viel weniger Arbeit, schmeckt aber auch sehr gut. Sie lässt sich nur schwieriger schneiden und portionieren.

Die Empanada kann man in einer Tarteform oder Springform oder auch auf einem Blech backen. In einer Aluform kann man diese auch komplett einfrieren, sie benötigt dann etwa doppelt so lang im Ofen.

Für die Empanadillas benötigt man für ca. 25 Stück 250g Mehl, 75-100ml Flüssigkeit und etwas Fett (Butterschmalz oder Öl) und einen TL Salz, ausserdem etwa 750g Füllung.

Für eine Empanada, die 26-28cm Durchmesser hat benötigt man 500g Mehl, 130ml Flüssigkeit und 20ml Öl oder 20g Fett und 1-1.2kg Füllung.

Für ein Blech benötigt man 750g Mehl, 200ml Flüssigkeit und 30g Fett, sowie 1.5kg Füllung.

Dies sind alles ungefähre Angaben, auf ein paar Gramm mehr oder weniger kommt es meiner Meinung nach nicht an und man muss ausprobieren, was am besten schmeckt.

Die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, sind bereits online. Über neue Kreationen werde ich berichten.

Tapas Picknick

 

 

Melde mich zurück aus dem Sommerurlaub, den wir in Holland verbracht haben. Wir starteten das Pilotprojekt Camping mit Baby. Ich möchte hier keinen ausführlichen Bericht über die Höhen und Tiefen des viertägigen Trips geben (dann haben wir das Experiment abgebrochen), was uns hier interessiert ist ja schließlich die kulinarische Seite des Ganzen.

Was hat Campen in Holland denn jetzt bitte sehr mit Tapas zu tun?

Nun zum Ersten sind Tapas auch in Holland fester Bestandteil der Trink- und Esskultur, nur hier heissen sie Borrelhapjes. Borrel ist das Getränk und die kleinen Hapjes werden dazu serviert. Dies gehört auf jede Speisekarte eines Eetcafes. Es handelt sich typischerweise um allerlei frittierte Kleinigkeiten und Wurst und gewürfelten Käse (wer hätte es gedacht?).

Die auch kulinarisch sehr weltoffenen Holländer lieben also auch spanische Tapas und das macht sich in einer grossen Auswahl kleiner Häppchen in Supermärkten bemerkbar. Jeder Supermarkt, der was auf sich hält hat mittlerweile seine eigene Tapasbar mit einer ansehnlichen Auswahl an Dips, Käse, Wurst, Oliven, Crackern und kleinen Dingen, die sich mit Spießchen essen lassen und in kleinen Plastikschälchen verpackt sind. Perfekt also für Camping und Picknick. Außerdem ist in holländischen Supermärkten sehr viel bereits vorgeschnibbelt und gekocht, ebenfalls sehr praktisch für die Outdoorküche.

Wir haben hier also auch im Campingurlaub geschlemmt wie in der Tapasbar, nur halt auf unserer Picknickdecke.

An Equipment hatten wir dabei:

einen kleinen Campingkocher und ein kleines Geschirrset

eine grosse Schüssel mit Deckel, der hier als Tapasplatte diente

ein kleines Holzbrettchen und ein kleines scharfes Messer

zwei Tupperdosen, um daraus zu essen und gleichzeitig etwas aufzubewahren. Und etwas ganz unverzichtbares: einen kleinen Gewürzbehälter, der verschiedene Gewürze beinhaltet: Salz, Pfeffer, Knobi, Koriander, Chili und Paprika

Hier unsere Tapasplatte für 2,5 Personen:

Falafel: die gab es fertig zu kaufen und ich habe sie auf dem Campingkocher aufgewärmt

Oilven und Schafskäse: aus der Tapasbar des Supermarktes

Patatas Bravas: es gibt kleine Minikartoffeln, die sich Krieltjes nennen und die vorgekocht sind, gewürzt habe ich sie mit Paprika, Chili und Koriander

Auberginendip: aus der Tapasbar des Supermarktes

Kräuterbutter: damir habe ich die Kartoffeln und die Falafel angebraten

Tomätchen und Avocado: aufgeschnitten und gewürzt mit Salz und Pfeffer

Fleischbällchen: ebenfalls aus der Tapasbar des Supermarktes

Stockbrot: holländisch für Baguette

Die Reste haben wir am nächsten Tag mit an den Strand genommen und nochmal ein Picknick veranstaltet.

 

Tapas

Der Sommer gibt sich dieses Jahr zwar ausgesprochen zickig, aber träumen kann man ja mal. Und zwar von Tapas! Wer gerade nicht das Glück hat, sich in warmen, südlichen Gefilden aufzuhalten, lädt am Besten einfach ein paar Leute ein und zaubert Tapasbarathomsphäre nach Hause.

Tapa bedeutet wohl Deckel auf spanisch und bezeichnete ursprünglich die Brotscheibe, mit der die Gäste der Bars ihre Serveza vor den Fliegen schützten. Einige findige Wirte kamen auf die Idee diese Brotscheiben mit ein paar Knabbereien zu belegen und geboren ward eine neue Esskultur: Tapas gibt es überall in Spanien und es handelt sich hier längst nicht mehr nur um eine kleine Zugabe zum Bierchen. Für den kleinen Hunger zwischendruch, als Vorspeise, Appetitanreger beim Feierabendbier oder eben als grosse Auswahl zusammengestellt zu einem geselligen, Stunden andauernden Mahl.

Ein ganzer Tisch voller kleiner Schälchen und jeder kann sich nach Herzenslust bedienen: das ist das richtig gute Leben und genau das richtige für laue und lange Sommernächte.

So nun muss ich allerdings erstmal alle enttäuschen, denen hier schon das Wasser im Munde zusammen läuft, denn ich begebe mich nun selbst erstmal in den Urlaub, bevor es dann den Rest des Sommers jede Menge Tipps, Tricks und Rezeptideen zum Thema gibt.

Es wird eine Übersicht von spanischen Produkten geben, wir stellen Tapas für den Vorrat her, es gibt ein kleines Tapas BBQ und auch einen Bericht von meiner grossen Tapas Party.

 

und noch mehr Erdbeerrezepte

So leider geht die Erdbeersaison dem Ende entgegen. Ich musste heute feststellen, dass die grossen Erdbeerverkaufsstände unseres Erdbeerbauerns schon abgebaut worden sind. Also schnell noch die letzten Erdbeerrezepte ausprobieren!!! Viel Spaß dabei.

Erdbeergetränke!

Wer denkt nicht sehnsüchtigen an seinen eigenen Limonadenstand zurück? Selbstgemachte Limonade ist Nostalgie pur und gehört zum Sommer einfach dazu. Und Erdbeerlimonade ist so köstlich!! Und es geht so einfach: Zitronen auspressen und mit Zucker vermengen, frische Erdbeeren schneiden und in dem Saft ziehen lassen. Dann mit eiskaltem Sprudelwasser auffüllen.

Oder man kocht einen Sirup und füllt diesen dann mit Sprudelwasser auf. Wie wäre es mit Ingwer Erdbeer Limonade?

Oder Erdbeersirup? Dafür kann man auch sehr gut die unschönen und angekatschten Erdbeeren verwenden.

Auch toll und erfrischend im Sommer ist natürlich die gute alte Erdbeerbowle. Dazu 500g Erdbeeren in 250ml Holunderblütensirup und einer Flasche sehr trockenem Weisswein etwa 2 Stunden ziehen lassen. Dann mit einer Flasche eiskaltem trockenem Sekt aufgiessen.

In letzter Zeit erfreuen sich auch die Smoothies grosser Beliebtheit, dafür werden einfach Früchte mit Milch oder Joghurt zu einem dickflüssigen Getränk püriert. Hier sind alle Kombinationen denkbar, die einem gerade einfallen. Erdbeer Bananen Smootie zum Beispiel.

Erdbeerkuchen!

Ganz klassisch: Tortenboden, frische leuchtend rote Erdbeeren, Tortenguss und fertig ist der klassische unschlagbare Erdbeerkuchen. Am Besten natürlich mit Sahne. Es gibt sehr leckere Varianten von Tortenböden fertig zu kaufen. Natürlich der klassische Buiskuitboden, Mürbeteigboden, Rührteigboden, sowohl in gross als auch in Törtchenform. Mein Lieblingsboden: Buiskuit und Mürbeteig übereinander. Die neueste Entdeckung: einen Boden mit Marzipanrand.

Wenn es etwas mächtiger sein soll, kann man unter die Beerechen noch Vanillepudding streichen oder auch eine Käsecreme.

Unschlagbar ist natürlich selbstgebackener Tortenboden, dazu braucht man nicht mal eine spezielle Form, man kann auch ein Backblech nehmen, um Buiskuit zu backen und diesen dann belegen. Infos zum Buiskuitbacken gab es im vorherigen Beitrag.

Erdbeeren schmecken aber auch aus dem Backofen fantastisch, wie alle anderen Früchte natürlich auch. Erdbeerstreusel: ein Gedicht! Wer nicht ganz soviel Zeit hat und trotzdem ein Dessert aus dem Backofen wünscht, kann einfach den Boden weglassen und bereitet aus Erdbeeren und Streuseln einen Crumble zu.

Köstlich gefüllte Pastetchen eignen sich zum Nachmittagskaffee und als warmer Nachtisch mit Vanilleeis .

Lecker zum Frühstück ganz frisch und warm aus dem Ofen sind Erdbeermuffins. So beginnt ein Sommersonntag im Garten oder auf dem Balkon schön süss und müßig, wie es sein sollte.

Eine ungeahnt leckere Variante ist Flammkuchen mit Erdbeeren, Pfeffer und Balsamico Essig.

Kaltes Erdbeermuss

Frische pürierte Erdbeeren mit etwas Zucker oder Honig eignen sich hervorragend als Sauce und Spiegel für alle möglichen Desserts, nicht nur im Erdbeerbecher, sondern auch über Käsekuchen (den berühmten New Yorker Cheesecake zum Beispiel), Pudding (köstlich zu Panna Cotta) oder als Spiegel zu anderen Desserts.

Mit Gelatine oder Agar Agar wird das Ganze schnittfest und kann so Käsekuchen krönen (guter Trick, wenn die Oberfläche eingerissen ist und nicht mehr so schön aussieht) oder in Torten verwendet werden.

Erdbeeren und Schokolade!

Was ist sinnlicher als die Kombination von Erdbeeren und Schokolade? Erdbeeren in Schokolade getaucht und dann in Hagelzucker oder Streusel gestippt oder zarte Erdbeere umhüllt von knackiger Schokolade als Spieß. Köstlich!!! Oder ein Erbeerschokoladenfondue: ein Schälchen mit geschmolzener Schokolade bereit stellen und frische Erdbeeren eintunken und man ist im siebten Himmel.

In Drogeriemärkten oder im Internet gibt es auch gerfiergetrocknete Erdbeeren, die man zwischendurch als Snack essen kann. Damit kann man auch seine eigene Lieblingsschokolade zubereiten. Wie wäre es mit weisser Erdbeerpistazienschokolade?  Auch ein tolles Mitbringsel für Erdbeerfans.

 

Mini Erdbeertorten

 

Torten sind die Krönung der Backkunst und schinden ordentlich Eindruck. Daher traute ich mich bisher auch erst gar nicht daran. Was ist schon verkehrt an einem Butterkuchen?

Dabei ist es gar nicht so schwer, denn auch hier gilt: mit ein paar Grundrezepten und etwas Fantasie kommt man schon sehr weit.

Alles, was man braucht ist:

Biskuitteig:
Zugegeben, da muss man ein paar Kniffe bei beachten, aber es lohnt sich dies zu lernen, denn damit kann man unzählige Torten und Naschereien zaubern. Frisch gebackener Buskuit ist eine absolute Köstlichkeit, ich kann meistens kaum wiederstehen einfach mal reinzubeissen.

eine schöne Creme:
Sahne, Butter, Käse!
Ich habe ein paar einfache Lieblingscremes, die ich für alles nehmen kann und dann einfach aufpeppe nach Belieben: mit Fruchtmuss, Schokolade, Baiser, Kokosflocken, Nüssen ….

irgendwas für dazwischen:
Obst, Marmelade, Schokocreme, Nüsse…  was das Herz begehrt und der Vorrat hergibt

Dekoration:
Auch die schöne Dekoration muss nicht in eine Wochenendaufgabe ausarten, denn die gibt es schon fertig zu kaufen oder man geht ganz mit dem neusten Trend der Einfachheit und verziert die Torte einfach nicht. Sogenannte Naked Cake sind nun modern, was den Küchenminimalisten sehr entgegen kommen dürfte.

Für meinen ersten Tortenversuch habe ich mich an meine Schwester gewandt, die Tortenbacken als Hobby auserkoren hat und mir Schritt für Schritt gezeigt hat, was man braucht und wie man vorgehen muss.

Hier ist das Ergebnis eines lustigen und kalorienreichen Nachmittags:

1. der Tortenboden

Wir haben uns für eine Minitorte entschieden, also eine kleine Springform mit 20cm Durchmesser. Rezepte mit Mengenangaben für eine 26cm Durchmesser Springform kann man einfach halbieren (oder andersherum: verdoppeln). Das ist toll, denn dann kann man verschiedene Torten backen und essen.

a. Backen

Es gibt verschiedene Arten einen schönen Buiskuitteig zu backen, eine sehr umfassende Anleitung findet ihr hier:
http://www.goccus.com/campus.php?id=92

Wichtig ist Folgendes:

  • Feuchte und trockene Zutaten nur ganz kurz verrühren
  • Springform nicht einfetten, den Boden mit Backpapier auslegen und abschneiden
  • Ofen gut vorheizen
  • Teig und sofort in den heissen Ofen geben
  • die Ofentüre nicht zu früh öffnen
  • der Kuchen ist gar, wenn er sich auf Druck hin wieder in seine ursprüngliche Form begibt

Tipp:

Manchmal wölbt sich der Teig in der Mitte und platzt auf oder es entsteht eine Delle, da der Kuchen am Rand zuerst gar wird. Da hilft eine Isolierschicht aus feuchtem Zewa und Alufolie.

DSCF5588-resized

b. Schneiden

Vor der Weiterverwendung muss der Kuchen gut ausgekühlt sein.

Dann kann man aus dem Kuchen Tortenböden schneiden. Dazu ritzt man mit einem scharfen Messer den Kuchen an der gewünschten Stelle ein und teilt ihn mit Hilfe eines grossen Messers, eines Stück Zwirns oder eines speziellen Tortenschneiders.
Zur Erleichterung des Abhebens gibt es spezielle dünne Aluplatten (wenn man viele Torten backen möchte lohnt sich evtl. die Anschaffung). Man kann aber auch vorsichtig die Hände benutzen oder ein dünnes Plastiktischset oder ein grosses Messer oder eine sogenannte Streichpalette.

DSCF5623-resized

2. die Creme

Als Creme habe ich hier einmal meine Unsiversal Joghurt Sahne Creme verwendet, eine Creme aus Sahne und Raffaellos und einmal Sahne-Milchreis.
Tortencremes müssen eine gewisse Festigkeit haben, um den Boden zu halten.
Dazu kommen verschiedene Gelier oder Verdickungsmittel zum Einsatz. In Sahnetorten verwende ich immer Sahnesteif. Die Sahne sollte sowieso sehr steif geschlagen werden (sie muss kalt sein) und zum besseren Halt kann man Sahnesteif dazu geben. Sahnesteif besteht aus Stärke und hält die Sahne eben länger fest.
Geliermittel machen Torten schnittfest.
Hier bei den Minitorten habe ich auf den Einsatz von Geliermitteln verzichtet.
Bei größeren Torten und Torten, die nicht sofort verputzt werden, kann man Gelatine (Produkt aus tierischem Eiweiss) oder Agartine (besteht aus Algen und ist vegetarisch) verwenden. Beides lässt sich in kalte Cremes einrühren, in dem man das Pulver für zwei Minuten in Wasser aufkocht und mit zwei Esslöffel der kalten Creme die Temperatur der heissen Masse angleicht. Dann kann man die Flüssigkeit schnell in die kalte Creme rühren. Die Torte muss dann aber erst noch ein paar Stunden kalt stehen.
Kalt stellen ist für die Festigkeit von Cremes sowie sehr gut.

DSCF5628-resized

3. Die Füllung:

Der Star bei allen drei Torten sind – wie sollte es anders sein- frische köstliche Erdbeeren.

DSCF5634-resized

Sommer, Sonne, Erdbeereis

 

Sommer, Sonne und Erdbeereis!

Nichts ist verführerischer als Erdbeeren in eisgekühlter Form. Wer einen leistungsstarken Standmixer sein Eigentum nennt, darf sich glücklich schätzen. Denn damit kann man in ein paar Minuten die köstlichsten Erfrischungen zaubern. Zunächst werden die Erdbeeren im Tiefkühler gefrostet. Dazu friert man sie am besten einzeln an und verpackt sie dann in Tütchen oder Dosen. Oder man kauft direkt tiefgekühlte Erdbeeren.

Mit Zitronensaft und Puderzucker nach Belieben kann man dann im Standmixer ein herrliches Erdbeersorbet zubereiten.

Dazu noch einen Becher sehr kalte (oder auch angefrorene Sahne) und man hat ein herrliches cremiges Erdbeereis.

Griechischer Joghurt (10% Fett!!) anstatt Sahne und schon hat man den derzeit so beliebten Frozen Joghurt.

Wenn die Sonne untergeht und einen das Fernweh packt kann man dasselbe Prinzip anwenden, um auf eine kulinarische Weltreise zu gehen und in exotischen Cocktailträumen zu schwelgen:

Gibt man noch etwas Rum dazu serviert man einen frozen strawberry daiquiri.

Tequila anstatt Rum und das ganze nennt sich frozen strawberry margerita.

Mit Vodka: Erdbeerlimes!

Mit Kokosmilch: Virgin Strawberry Colada!

Mit Batida de Coco: Strawberry Colada!

Wer das Eis nicht sofort verputzen möchte oder keinen Standmixer hat, kann Erdbeeren auch pürieren und daraus Eis herstellen.

Sorbet oder Granita:

Fruchtmasse in einem Metallgefäss in den Tiefkühler geben und 3-4 Stunden lang alle dreißig Minuten mit einer Gabel kräftig durchrühren. Dadurch bricht man die Eiskristalle auf und verhindert, dass alles zu einem festen Block zusammenfriert. So kann man diese köstliche Erfrischung löffeln (ob es sich um Sorbet oder Granita handelt, hängt von der Feinheit der Eiskristalle ab! Ist aber beides lecker, also keine Panik).

Alkohol verhindert auch etwas das feste zufrieren: also ruhig ein Gläschen Sekt dazu geben.

Natürlich kann man auch einfach Eis am Stiel herstellen und lutschen!

Cremeeis:

Richtiges Eis herzustellen ist eine Wissenschaft für sich. Eigelb wird im warmen Wasserbad mit Milch lange gerührt, um die Wasser- und Fettbestandteile zu einer cremigen Masse zu verbinden. Das Eis wird unter ständigem Rühren tiefgefroren, um es locker und zartschmelzend zu halten. Dazu schmecken tiefgefrorene Früchte nicht so intensiv und süss und daher wird sehr viel Zucker zugefügt. Wer viel Eis vertilgt und es genauso haben möchte wie in der Eisdiele sollte sich die Anschaffung einer Eismaschine überlegen, aber auch dann wird man eine Weile üben und ausprobieren müssen.  Unter diesen links kann sich der interessierte Leser weiter schlaumachen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zur_Rose_abziehen

Zur Rose abziehen – Das Geheimnis von Milchspeiseeis

Ich persönlich mag den Geschmack von gefrorener Sahne und für mich darf es ruhig beim Essen splittern und knacken. Ich liebe Eissplittertorte einfach. Ohne Eismaschine und ohne viel Stress stellt man eine Eismasse aus geschlagener Sahne und seinen Lieblingszutaten her und hat nun folgende Möglichkeiten:

Parfait:

Alles in eine Kastenform aus Metall (Kuchenform) füllen und einfrieren. Zum Servieren aus der Form stürzen, etwas antauen lassen und in dünne Scheiben schneiden und nach Herzenslust mit Sauce, Früchten, Nüssen, Keksen… garnieren.

 

Eissplittertorte:

Wer richtig Eindruck schinden will, Zeit hat und Platz in der Truhe, kann sich auch an einer Erdbeereistorte probieren. Dazu wird die Eismasse auf einen Tortenboden gestrichen (Krümelboden oder Buiskuit) und schön verziert. Es sieht sehr schön aus, wenn man Sahne und Früchte nicht komplett verrührt, sondern „swirlt“. Dann hat man eine wunderschön marmorierte Torte und schmeckt die Beerechen gut raus. Der Kontrast zwischen erfrischendes Früchten und milder Sahne ist besonders lecker.

Eiskugeln:

Die Masse in ein Gefäss füllen und in den Tiefkühler stellen. 5-6 Mal alle halbe Stunde die Eiskristalle mit der Gabel auflockern oder mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse pürieren und wieder kalt stellen.

Eis am Stiel:

Masse in Förmchen füllen, anfrieren lassen und dann einen Löffel reinstecken und noch ein paar Stunden kalt stellen.

 

 

 

 

Juni ist Erdbeermonat

 

Es ist endlich soweit! Der Frühling geht langsam in den Sommer über und die Palette der Grundnahrungsmittel wird um das leckerste Lebensmittel überhaupt erweitert. Den ganzen Juni geht es hier bei Partykoch um die himmlischste und süsseste kulinarische Verführung überhaupt: die Erdbeere.

Denn richtig leckere Erdbeeren gibt es nur kurz, daher schwelgen wir den ganzen Monat Juni in saftigen Erdbeerträumen. Aufgetischt wird Erdbeertiramisu, Erdbeertorte, Erdbeereis, Erdbeersmoothie, Erdbeerlimonade und für die folgenden, tristen, erdbeerlosen Monate natürlich auch Tips zum Einfangen des Sommers: gesunde Erdbeermarmelade.

Damit fangen wir doch gleichmal an, denn diese Marmelade lässt sich mit Wasser verdünnt wieder zu einem leckeren Sösschen verwandeln und das brauchen wir für jede Menge meiner Erdbeerdesserts.

Selbstgemachte Universalerdbeermarmelade oder Sauce

Mit diesem Universalrezept gehe ich regelmäßig in Produktion, da es so einfach, dabei vielseitig und sogar nicht mal ungesund ist:

  • als Marmelade aufs Brot, zu Pfannkuchen mit Erdbeeren und Sahne, in Joghurt
  • als Erdbeersauce zu Kuchen, Eis, Waffeln und anderen Desserts
  • als Sirup für Limonade, Cocktails und Kuchenguss

Früchte werden einfach ganz lange gekocht und dann zu Muss gestampft oder püriert. Im Winter greife ich auf gefrostetes Obst zurück.

Durch das lange Einkochen der Früchte kommt die natürliche Süsse dieser zum Vorschein und mann muss nicht so viel Zucker zugeben. Das Ganze wird auch so eingedickt, dass es eine streichfähige Konsistenz bekommt.
Nach dem die Früchte 3-4 Stunden gekocht haben, hat man zwei Möglichkeiten:
Man kann alles mit dem Pürierstab oder dem Kartoffelstampfer zu Muss verarbeiten, dann hat man ein streichfähiges Produkt, was man auch als Sauce verwenden kann.

Oder man giesst den Saft ab, um ihn anderweitig zu verwenden, und verwendet nur die Früchte. Dann wird das Muss dickflüssiger.

Den Saft kann man verarbeiten zu Gelee (1/2 Saft, 1/2 Gelierzucker), zu Sirup (2/3 Saft, 1/3 Zucker aufkochen lassen und mit Sprudelwasser als Limonade trinken) oder als Tortenguss zu Erdbeerkuchen benutzen.

Bei uns ist das Muss immer schnell aufgegessen, wenn es länger halten soll oder man mehr auf einmal kocht, kann man es natürlich einfrieren oder einkochen und so die herrliche Süße des Sommers einfangen.

Wenn man das Muss nocheinmal richtig aufkocht, kann man es heiss in sterilisierte Gläser füllen. Es bildet sich ein Vakuum (der Deckel zieht sich nach unten und verschliesst das Glas wieder luftdicht) und so ist die Masse mehrere Wochen haltbar.

Um die Gläser zu sterilisieren, kann man diese sauber ausspülen, trocknen und eine halbe Stunde bei 120 Grad in den Backofen schieben. Die Deckel kocht man in heissem Wasser aus und lässt diese auf einem heiss gebügelten Handtuch trocknen.

Schon hat man Sommergenuss auf Vorrat.

Hier einige Einsatzmöglichkeiten:

Erdbeertiramisu
Pfannkuchentorte
Erdbeertorte
Erdbeertrifle