Schnelles 3 Gängemenü

Letztes Wochenende kündigte sich Übernachtungsbesuch an. Das ist immer sehr schön und gesellig, aber es stellt sich immer die Frage: Was mach ich denn für 6 Personen zu Essen?

Denn: man hat ja bereits genug zu tun die Bude in eine gemütliche Herberge zu verwandeln und möchte ja auch Zeit mit den lieben Gästen verbringen und nicht den halben Samstag in der Küche.

Gleichgesinnten will ich da mein schnelles 3 Gängemenü nicht vorenthalten.

Los ging es mit dem Dessert! Das wird nämlich am Abend vorher zubereitet und muss im Kühlschrank kalt stehen. Damit hat man dann am Samstag Abend kaum noch Arbeit.

Bei der Vorspeise musste ich schon direkt improvisieren, ich hatte die Hauptzutat für meine Vorsuppe entweder verbraucht oder nicht gekauft, jedenfalls war sie nicht mehr auffindbar. Da zeigt sich wieder der Vorteil der Tomaten-Kokossuppe:
die Zutaten habe ich zumindest eigentlich immer vorrätig und sie ist wirklich sehr schnell gemacht.
2 kleine Dosen gestückelte Tomaten, 250ml Gemüsebrühe, 1 Dose Kokosmilch, 1 Zwiebel, 2 Knobizehen, Salz, Cayennepfeffer und ein EL Garam Masala reichten für ganz genau 6 Teller Suppe.

Die Ofenschnitzel brauchen etwas Vorbereitung und müssen – wie der Name schon sagt- noch im Ofen schmoren, der Aufwand hält sich aber in Grenzen und auch dies kann gut vorbereitet werden. Je knackiger man die Paprika lässt, desto dünnflüssiger wird die Sauce. Wir haben dazu Pommes gegessen (750g), Reis passt aber vielleicht sogar noch besser und nimmt die Sauce besser auf (dann würde ich 70g trockenen Reis nehmen pro Person).

Fazit: es hat allen geschmeckt und ich habe insgesamt ca. 1 Stunde in der Küche verbracht.

 

Dinnerparty 2

Folgendes steht auf dem Menüplan

  • Kräuteromelette
  • Hähnchen aus dem Ofen
  • Orangensorbet

Zutaten

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  • dsfjkdf
  • jsdfj

Hinweis: Das Sorbet muss mindestens 4 Stunden vorher gemacht werden und viermal umgerührt werden. Das Hauptgericht kommt 1.5-2 Stunden in den Ofen.

Kalte Phase

Orangensorbet

Meez: Orangenpresse o.ä., Metallschüssel Prep: Orangen in das Gefäss pressen, Holunderblütensirpun dazu geben, kalt stellen, jede Stunde mit dem Schneebesen aufschlagen

Omelette

Brettechen, scharfes Messer oder Kräuterbeil, Pfanne, Schüssel Kräuter hacken, Eier verquirlen, mischen, beisete stellen Pinienkerne rösten, beiseite stellen

Gemüse

Meez: Brettchen, Messer, Schüssel Gemüse waschen und in grobe Stücke schneiden, weg stellen

Heisse Phase

Gemüse, Hähnchen in den Bräter, öl dazu, würzen, in den Backofen Omelette: Pfanne erhitzen, Butter dazu, Omeltte rein, Pinienkerne drauf, braten, in Dreiecke schneiden, anrichten Hauptspeise: anrichten Nachspeise: noch mal aufschlagen, anrichten

feine Dessertcremes

feine Cremes

Desserts waren bisher nicht meine Stärke. Genausowenig Kuchen backen. Ersteres, da ich viele Varianten nicht so gerne mag (keine rohen Eier, keine Grütze, keinen Pudding) und Letzteres, da man dann immer erstmal wieder ein Rezept suchen muss und somit der Ausgang immer sehr ungewiss ist. Und mir fehlten einfach auch die Ideen.
Vor Kurzem habe ich aber meinen absoluten Favorieten entdeckt: eine feine Sahnecreme aus griechischem Joghurt und geschlagener Sahne. Die Zubereitung ist sehr einfach und schnell und mir fallen immer wieder neue Rezepte ein. Das ist nun mein Universalrezept für Desserts.

Den Joghurt kann man auch durch Mascarpone oder Ricotta ersetzen.

Mascarpone ist ein Frischkäse auf Sahnebasis, die Creme schmeckt dann noch sahniger und wird fester.
Ricotta ist ein sehr milder Frischkäse und auch diese Creme wird etwas fester als mit Joghurt, schmeckt nicht so süss wie mit Mascarpone, aber auch nicht so frisch wie mit Joghurt.

Die Mengenverhältnisse sind jeweils 1/2 von Beidem, wobei es auf ein paar Gramm nicht ankommt. Wenn die Packung Mascarpone halt 250g hat und eine Packung Sahne nur 200ml ist das ja kein Problem und auch den Joghurt nehme ich nach Augenmass.

Zucker und Aroma (z.Bsp. das Mark einer ausgekratzten Vanilleschote, Vanillezucker, Mandelsirup, Honig) kann man nach Belieben dazu geben. Mein momentaner Liebling ist Vanille aus der Vanillemühle, da das so schön schnell geht.

Hier erst mal die Rezepte:

Joghurt: Mascarpone: Ricotta:

200ml Sahne 200ml Sahne 200ml Sahne
200ml Joghurt 10% Fett 200g Mascarpone 200g Ricotta
1 EL Zucker oder 1 Päckchen Vanillezucker 1 EL Zucker oder Vanillezucker 1 EL Zucker oder Vanillezucker
1 Packung Sahnesteif 1 Packung Sahnesteif 1 Packung Sahnesteif
nach Belieben: Mark einer Vanilleschote nach Belieben: Vanille nach Belieben: Vanille

Sahne anschlagen, Zucker und Sahnesteif zufügen, sehr steif schlagen. Joghurt oder Käse reinrühren, kalt stellen.

Wofür Sahnesteif? Er hält die Sahne länger steif, wenn man die Creme sofort verzehrt ist dies nicht notwendig. Meistens bereitet man sie aber ein paar Stunden oder einen Tag vorher zu und dafür ist das Sahnesteif (besteht aus Stärke).
Die Menge reicht bei den meisten Desserts für 4 Personen.

Verwendung:

Cremige Desserts:
Hier sind der Fantasie mal wieder keine Grenzen gesetzt! Ich finde sogenannte Trifles sehr toll, einfach Früchte oder Kekse in ein Glas füllen, Creme darauf und darauf noch Sauce oder Garnitur.
Erdbeertrifle
Amarettini Kirschen Trifle
Himbeertraum
Erdbeertiramisu
Bananasplit

Mascarpone Sahne als Topping für Cupcakes? Mit Gelatinefix?

Als Eis:
Die Masse kann man auch einfach anfrieren oder einfrieren und dann etwas antauen lassen, dann bekommt man eine Eistorte oder ein Eisdessert. Wenn es nicht so hart gefroren sein soll, kann man jede Stunde mal mit einer Gabel durchrühren.
Restverwertung Weihnachten
Honig Ricotta Sesam Dessert

Torten:
Die Cremes sind super geeignet für Rollen, wo Buiskuitteig auf dem Blech gebacken und dann mit Creme aufgerollt wird.
Zum Beispiel Stracciatella Torte
Für Torten sei folgender Hinweis gegeben:
Die Cremes mit Käse werden recht fest im Kühlschrank, die mit Joghurt ist sehr cremig. Möchte man sie für Torten benutzten, kann es sein, dass man sie andicken muss. Denn nur festere Cremes halten den Tortenboden zusammen. Dafür kann man Geliermitel verwenden (Gelatine, Agar Agar oder Agartine), dann entsteht eine schnittfeste Masse. So zum Beispiel wenn man die Creme nur auf einem Boden servieren möchte, wie Käsekuchen.
Falls eine cremige, sahnige Konsistenz erwünscht ist, kann man sie einfach andicken mit Johannisbrotkernmehl oder Kokosmehl. Dann wird sie fester und hält auch den Tortenboden. Die Mehle bekommt man im Reformhaus, man braucht nur wenig und sie sind sehr vielseitig einsetzbar, auch sehr gut zum Andicken von Saucen.
Bei unserer kleinen Erdbeertorte war dies nicht nötig, bei grösseren Torten würde ich es aber schon empfehlen.

Partysuppen

Partysuppen sind besonders praktisch und gehören für mich immer dazu.
Bei der Umrechnung der Buffetmenge stellt sich die Frage, wie Suppen einzubeziehen sind.
Pro Kelle…..

Wassermelone

Die Wassermelone zaubert sofort das ultimative Sommerfeeling auf den Gaumen. Fruchtig, süss, kühl.
Bei uns vergeht von Mai bis September kein Tag ohne den Genuss dieser Frucht.
Was liegt da näher, als sie auch mal zum Kochen zu verwenden?

Das klingt komisch? Dann empfehle ich folgendes Experiment:

Man nehme eine Fingerspitze mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, lasse ihn sich auf der Zunge zergehen und schmecke alle Facetten dieses Gewürzes heraus.
Dann beisse man vergnüglich in ein schönes, saftiges, süsses Stück Wassermelone. Wie fühlt sich das an, Konsistenz, Geschmack…
Im nächsten Schritt – leicht zu erraten- mahle man etwas Pfeffer auf ein Stück Wassermelone und sehe, was die Geschmacksnerven dazu sagen.
Fühlt sich das gut an? Passen die Aromen nicht aus irgendeinem Grunde perfekt zusammen?
Falls ja: unbedingt weiter lesen und die folgenden Rezepte ausprobieren.

Wenn man sich der Idee öffnet, tun sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten auf:
als Suppe, gegrillt, im Curry, im Salat, als Vorspeise,

Man findet nun aktuell zahlreiche Rezepte, man kann sie aber auch einfach in seine bisherigen Lieblingsgericht einbauen.
Mein Lieblingssommersalat ist Panzanella. Warum nicht mal mit Wassermelone?
Man möchte eine kühlende, erfrischende Sommersuppe zubereiten? Da denkt man sofort an Gazpacho. Nun warum nicht Gazpacho mit Wassermelone?
Da wir, wie bereits erwähnt, im Sommer immer Melone da haben, werde ich nun öfters experimentieren.

Dinnerpartys

Hier kommt eine neue Kategorie!
Mit Dinnerparty meine ich ein gemütliches Dreigangdinner mit Freunden. Klönen und gemeinsam eine leckere Mahlzeit geniessen.
In dieser Kategorie geht es besonders um Eines: mit möglichst wenig Aufwand, Stress und Zutaten ein tolles Dinner zu zaubern.
Dafür entwerfe ich Rezepte, die mit wenigen Zutaten auskommen und mit wenigen Arbeitsschritten und möglichst einfachem Equipment. Wenn ich tolle Rezepte sehe oder mir selbst ausgedacht habe, stelle ich mir dafür zuerst die folgenden Fragen:

Welche Zutaten kann ich weglassen, ohne das Ergebnis zu sehr zu beeinträchtigen? Oft genug bleiben nur noch ein paar Zutaten übrig.

Welche Arbeitsschritte sind eigentlich unnötig und verbrauchen nur mehr Geschirr?

Beispiel: die Polentaecken hatte ich zunächst noch mit geröstetem und püriertem Kürbis verfeinert. Das war auch sehr lecker, aber es erfordert nicht nur eine Zutat, sondern auch 3 aufwendige Arbeitsschritte mehr (schneiden, rösten, pürieren). Und ich brauche noch das Backblech und den Pürierstab. Sind Polentaecken ohne Kürbis nicht genauso lecker, vor allem, da man Gäste zu bewirten hat?

Vielleicht habt ihr folgende Erfahrung auch bereits das ein oder andere Mal gemacht:
man fängt fröhlich und voller Vorfreude an zu kochen.
Dann türmt sich so langsam das Geschirr, es sind ein oder zwei Dinge schief gelaufen, was sehr an der Moral nagt. Man möchte sich eigentlich auch noch fertig machen und alles wunderschön dekorieren.
Beim Herannahen der Gäste sieht die Küche aus wie ein Schlachtfeld, man selbst traut sich kaum in dem Aufzug die Tür auf zu machen und das Essen ist auch nur mit Glück fertig.

Ich habe mich gefragt, wie Köche im Restaurant das Hinbekommen, etwas recherchiert und mir nun selbst ein paar Regeln auferlegt. Diese habe ich in einer Checkliste zusammen gefasst und versuche nun das so durchzuziehen.

1. Am Anfang steht der Plan. Was kann und muss wann vorbereitet werden? Welche Dinge müssen dafür parat stehen?

2. Dann muss die Küche picobello sein und wichtig: die Spülmaschine zumindest einigermassen leer sein. Damit nicht Dinge, die man braucht dreckig sind und man die Maschine auch direkt nach dem Kochen einräumen kann.

3. Ich bin dabei das Multitsaking in der Küche aufzugeben. Eine Aufgabe wird nach der anderen angegangen. Und erst alles wieder weggeräumt, bevor man etwas Neues anfängt.

4. Die einzelnen Schritte wurden ja bereits zu Anfang definiert, nun geht es los. In der Gastronomie gibt es den schönen Ausdruck: mise-en-place. Das heisst, man stellt alles was man braucht schön hin, damit man es griffbereit hat. Gerne auch in kleinen Schälchen wie in der Kochsendung. (Die haben wohl allerdings extra Prep Cooks, die die Sachen schnibbeln, darauf muss unsereins wohl verzichten).

5. In der Vorbereitungsphase (ich nenne es kalte Phase) wird alles so vorbereitet, was irgendwie geht. Offenbar wird auch vieles bereits vorgegart und nachher in der Kochphase nur noch auf die richtige Temperatur gebracht. Ob und wie einem dies gelingt, muss man sehen.

6. Nach der Vorbereitungsphase plane ich noch etwas Zeit ein, um den Tisch zu decken und Fotos zu machen.

7. Und dann kommt die heisse Phase! Es gelten dieselben Regeln: mise-en-place (kurz meez) (inkl. Teller zum servieren) und in Ruhe eins nach dem anderen.

Ich werde die Erfahrungen hier nun regelmässig teilen, inkl. Zeitplan, meez, kalte und heisse Phase.